Textklau

Nun hat es mich erwischt: Zwei meiner Texte, erschienen im Januar im dm-Kundenmagazin alverde, wurden „abgeschrieben“. Sogar das Layout hat große Ähnlichkeit mit dem Original.

Kein schöner Start in die Arbeitswoche. Folgende Mail hat mich heute früh erreicht:

Ich muss dich heute was fragen, habe gerade einen interessanten Anruf bekommen. In einem Artikel einer Mitarbeiterzeitschrift wurde dein alverde-Bericht „Essen als Lifestyle“ fast 1:1 übernommen und mit ein paar Textblöcken aus einem zweiten Artikel „Endlich wieder wohlfühlen“ aufgepeppt. Ich konnte bei den Abschnitten keine Unterschiede zu unseren Versionen finden. Es handelt sich offenbar um ein Mitarbeiter-Magazin eines Rosenheimer Möbelunternehmens. Hast du die Texte zweitverwertet?

Nein, habe ich nicht. Aber die Zeilen, die mir im eingescannten pdf-Dokument entgegenlachen, sind tatsächlich meine. Und zwar wörtlich. Lediglich der Hinweis auf mein Interview mit Hanni Rützler wurde entfernt. Stattdessen haben sie auch diesen Part als den eigenen ausgegeben:

Original:

Fälschung:

Meine Ansprechpartnerin bei Arthen Kommunikation wurde von einer freien Mitarbeiterin des Magazins auf die Textähnlichkeit aufmerksam gemacht.

Wie es nun weitergeht? Ganz ehrlich – keine Ahnung. Dass wir das nicht stillschweigend hinnehmen, damit bin ich mir mit meiner Ansprechpartnerin einig. Doch zunächst müssen wir klären, wessen Rechte verletzt wurden und wer die weiteren Schritte einleiten muss: Arthen Kommunikation als Verlag, dm-drogerie markt als Herausgeber oder ich als Autor. Außerdem müssen wir herausfinden, wie das Magazin heißt bzw. wer sein Herausgeber ist.

Ich werde berichten!